2018

Französische Spielfilme im Zentralabitur 2018/19

Je vais bien, ne t’en fais pas und sinnvolle Ergänzungen

Termin 1 • 1. März 2018 • in Stuhr • 15:00 bis 18:00 Uhr
Termin 2 • Datum folgt • in Hambühren

„Je vais bien, ne t’en fais pas“ ist verbindlicher Film für das Abitur 2019 im erhöhten Anforderungsniveau. Der Regisseur Philippe Lioret ist vielen durch sein Flüchtlingsdrama „Welcome“ (F 2009) bekannt. „Je vais bien, ne t’en fais pas“ entstand bereits 2006. Bei beiden Filmen („Welcome“ und „Je vais bien…“) hat Lioret literarische Vorlagen von Olivier Adam genutzt und diese gemeinsam mit dem Erfolgsautor für die Leinwand adaptiert. „Je vais bien…“ ist von einer bisweilen klaustrophobischen Atmosphäre gekennzeichnet – in der Familie, aber auch in der beengenden Banlieue, in der die Geschwister aufgewachsen sind und aus der Lilis Bruder, Loïc, so urplötzlich verschwunden ist. Während der „entkommen“ zu sein scheint, beginnt für Lili nun erst das Gefangensein: nach seinem spurlosen Verschwinden weigert sie sich, zu den kleinen Dingen des Lebens zurückzukehren und schließt sich in sich selbst ein – fast bis zur Selbstaufgabe. Die finale Auflösung des Geheimnisses entlässt einen schließlich mit gemischten Gefühlen, ist gleichzeitig weit hergeholt und naheliegend, schwer nachvollziehbar und doch logisch, ärgerlich und anrührend. Das große Thema des Films ist zweifellos die Dichotomie von Enge und Aufbruch.

Ausgewählte Szenen sollen hier exemplarisch analysiert und didaktisiert werden. Dabei wird es nicht um eine Gegenüberstellung mit der literarischen Vorlage, sondern vorwiegend um eine Betrachtung der filmästhetischen Merkmale gehen, mit denen der Film sein Thema gestaltet. Auf dieser Grundlage erhalten die Teilnehmenden Anregungen für einen hoffentlich Gewinn bringenden Umgang mit dem Film im Unterricht des Sekundarbereichs II.

Ergänzend zu den Überlegungen zu „Je vais bien, ne t‘en fais pas“ soll ein anderer, themenverwandter und doch sehr unterschiedlicher Film vorgestellt werden, der vielleicht für Jungen, mit Sicherheit aber für alle, die einer etwas raueren und doch zarten Tonart gegenüber offen sind, interessant sein dürfte: „Compte tes blessures“ von Morgan Simon (Frankreich, 2016).

Referent: Johannes Wilts
Information: >Jörg Witte


Termin 1 Stuhr-Brinkum

Ort: KGS Stuhr, Raum A1.38, Brunnenstr. 2, 28816 Stuhr-Brinkum
Anmeldung über den >Niedersächsischen Bildungsserver
Veranstaltungsnummer VeDaB: SKW 17.47.03



Termin 2 Hambühren, Landkreis Celle

Ort:
Kreismedienzentrum Landkreis Celle, Versonstraße 6, 29313 Hambühren
Anmeldung über den >Niedersächsischen Bildungsserver
Veranstaltungsnummer VeDaB: SKW17.47.02


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